Provinzialer in Westfalen-Lippe helfen e.V.

Frauen e.V. bekommt 10.000 Euro

Soziale Bereiche unterstützen, in denen Geld fehlt oder staatliche Hilfe nicht ausreicht: Das hat sich der Verein Provinzialer helfen e.V. zur Aufgabe gemacht. Der Verein habe sich im Jahr 2014 aus einer Unterschriftenaktion gegen einen damals geplanten Verkauf der Provinzial heraus entwickelt. „Wir haben so viele Unterschriften gesammelt, wir wollten den Menschen, die uns unterstützt haben, etwas zurückgeben“, erzählt Vorstandsmitglied Ansgar Pöppelmann.

Vor ungefähr zwei Jahren habe der frauen e.V. schon einmal eine Spende von den Provinzialern bekommen, die zuständige Kollegin habe begeistert von der Arbeit des Coesfelder Vereins berichtet. „Die Kollegin ist leider im letzten Jahr verstorben“, berichtet Pöppelmann. „Wir haben uns dazu entschieden, in Erinnerung an sie nochmal an den frauen e.V. zu spenden.“

Umso größer ist die Freude natürlich bei den Mitarbeiterinnen des frauen e.V., die die Spende für ihre Arbeit gut gebrauchen können und die Geste von Provinzialer helfen gleichzeitig sehr zu schätzen wissen. „Ein großer Baustein bei uns ist die Prävention“, sagt Jennifer Zender. „Das Problem dabei ist die noch immer nicht ausreichende Finanzierung von Präventionskursen in Schulen.“ Allein für diese Arbeit können die Frauen das Geld gut gebrauchen.

Doch auch in anderen Bereichen ist der frauen e.V. immer wieder auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Gerade im sozialen Bereich, in der Förderung von Kindern, von Bildung und in der Prävention fehle es häufig an Geld, findet Miriam Harosh-Pätsch. „Warum vernachlässigen wir das Allerwichtigste und fokussieren uns stattdessen auf Dinge, die warten können?“, fragt sich Harosh-Pätsch und verweist auf politische Diskussionen, die sich häufig um die immer gleichen Themen drehen. „Menschen, die verletzt sind, können nicht warten.“ Umso schöner sei es, mitzubekommen, wenn Mädchen und Frauen von ihrer Arbeit profitieren und ernst genommen werden.

„Ich würde mir wünschen, dass wir gar kein Geld spenden müssten“, sagt Pöppelmann nachdenklich. „Aber der Bedarf ist in allen Bereichen riesig.“